Wohlfühlwohnen

Wohnen - Leben - Frei sein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kratzende Pullover und unpassende Immobilien haben eine Gemeinsamkeit: sie beeinträchtigen uns. Unsere zweite und unsere dritte Haut sollen sich "richtig" anfühlen, uns gut zu Gesicht stehen und uns groß herauskommen lassen.
Zunehmend erhalten Immobilien eine neue Wertigkeit. Sie müssen als der Ort tauglich sein, der in kurzer Zeit eine maximale Regeneration ermöglicht.

 

Die herkömmliche Bewertung von Wohnraum geht davon aus, dass die Immobilie den Rahmen setzt und die Bewohner das für sie Beste daraus machen sollen. Aktuell lernt der Immobilienmarkt, dass dieser Ansatz von Immobilienkäufern nicht mehr goutiert wird. Wenn Umfeld, Erreichbarkeit, Emissionen (jeder Art) und Infrastruktur – auch der Immobilie selbst – nicht passen, ist die Immobilie nur zäh - oder sogar überhaupt nicht – verkäuflich.

Wohnen und Wohlfühlen? Sind das nicht aber Themen, die mehr der Inneneinrichtung vorbehalten sein sollten? Schließlich kann man durch Einsatz eines sehr reichhaltigen Beratungs- und Produktan-gebotes eine Menge machen, um die Wohnqualität zu optimieren.

Und es kann eine Menge Spass bringen, sich mit tollen Ideen und Entwicklungen der neuesten Einrichtungstrends  – nicht zu vergessen sind die Impulse, die „cross over“ und „multinational living“ anbieten – auseinander zu setzen. Je neugieriger die Menschen aufeinander und ihren jeweiligen Wohnstil werden, desto an Facetten reicher wird das Angebot wahrgenommen und das kann ja nur gewünscht sein, wenn man von sich das Bild hat, weltoffen, tolerant und modern zu sein und dies auch durch die Art und Weise des persönlichen Wohnstils auszuleben und erfahrbar zu machen.

 

Bevor Einrichten überhaupt ein Thema von Bedeutung werden kann, gibt es einige elementare Voraussetzungen, die unbedingt beachtet werden wollen. Wohnen wird erst möglich, in dem Wände bzw. irgendeine Begrenzung – und wenn es nur ein definierter Raum ohne Wände wäre – vorhanden ist. Wesentlich ist, WO sich dieser Raum befindet, wodurch er insgesamt begrenzt wird und ob die vorhandenen Strukturen geeignet sind, um sie für den Aufenthalt von Menschen zu einem Ort werden zu lassen, der auf die Bewohner optimale Effekte abstrahlt.

 

 

Nicht nur Sie müssen Leistung bringen, Ihr Wohn- umfeld muss das auch drauf haben!


Beginnen wir mit der Arbeitswelt. Mit zunehmender Penetranz haben Unternehmen ihren Arbeitnehmern verdeutlicht: alles ist unsicher, unbestimmt, hoch flexibel und Kosten affin. Eine kaum überschaubare Anzahl von Arbeitnehmern hat in den letzten zwanzig Jahren die Erfahrung gemacht, wie es sich anfühlt, den Arbeitsplatz zu verlieren oder von einem solchen Verlust bedroht zu sein. Wer noch nicht selbst betroffen war, ängstigt sich – manchmal mehr, manchmal weniger bewußt – eine solche Erfahrung machen zu müssen. Leistungsverdichtung und moderne Kommunikations-medien haben ergänzend dazu beigetragen, den Anforderungslevel sozusagen „in den Aufzug zu setzen“. Wer dann keine Wohnsituation hat, die ihn in kürzester Zeit physisch und psychisch regenerieren läßt,  ist „angezählt“ und spürt das auch. Das wiederum erhöht den Druck - abgesehen von steigenden Kosten/Mieten. 

Die notwendige Erholung kann vielleicht mit einem schönen Sofa stimuliert werden. Nicht aber, wenn das Sofa in einer Wohnumgebung steht, die laut, stinkend, eng und mit E-Smog und Schimmelsporen belastet ist. Gibt es genügend Einflüsse, die nicht stärken, sondern vielmehr Energie kosten und damit schwächen, ist eine Immobilie für ihre Bewohner wenig attraktiv und unter Umständen sogar schädlich. Das individuelle Reservepotenzial eines Arbeitnehmers – um das Beispiel noch einmal zu nutzen – ist bereits durch die gestiegenen Anforderungen der Arbeitswelt stark in Anspruch genommen. Wenn das Zuhause dann zusätzliche Anfor-derungen stellt, bleibt kaum ein Ort mehr, der in ausreichendem Maße helfen würde, sich zu erholen und fit zu halten. Ein Urlaub – da fehlt dann einfach die Kontinuität - kann das bestensfalls nur sehr kurzfristig, eber gar nicht ausgleichen.

 

 

Nun ist nicht jeder (noch) ein Arbeitnehmer und es gibt natürlich Lebensentwürfe, die andere Rahmenbedingungen ermöglichen. Kaum vorstellbar aber, warum es überhaupt hinnehmbar sein sollte, auf essentielle Wohnqualität verzichten zu müssen. Die Auswirkungen, die z.B. ein Befall mit Schimmelsporen auf die Gesundheit und die Lebensdauer von Menschen hat, ist bekannt, bzw. für jedermann durch ein paar Klicks zu recherchieren. Es ist auch bekannt, dass durch die Art und Weise, wie Häuser heute bevorzugt errichtet werden, Schimmel bereits systematisch "eingebaut" wird. Lüftungsanlagen, die für permanenten Luftaus-tausch sorgen sollen, um das Sporenaufkommen gering zu halten, werden regelmäßig nicht so intensiv gewartet, wie dies erforderlich wäre und so bleiben diese wirkungslos bzw. werden selbst noch zum "Sporenspender". Ebenfalls sehr einfach lässt sich recherchieren, was unabhängige Fachleute zum Thema Maximaldämmung mit Polystyrolmaterialien sagen und welche Hinweise sie geben, dass diese Art der Dämmung in wenigen Jahren vom Gesetzgeber nicht nur verboten, sondern durch diesen sogar eine teure Schad-stoffentsorgung verlangt werden könnte.  Warum sollte man also eine solche Immobilie kaufen und damit unter Beweis stellen, „freiwilliger Teilnehmer eines Selbstversuchs mit dem Ziel der nachhaltigen Schädigung seiner eigenen Gesundheit“ zu sein?

 

 

Ist es nicht sehr aufwändig bei teilweise knappem Angebot auch noch darauf zu achten, dass eine Immobilie sozusagen „gut tut“?

 

Ja, das trifft erst einmal so zu. Und genau hier beginnt „Rendite“ (bzw. auch eine "günstige Miete"). Mal eben lediglich den Fokus darauf zu lenken, ein noch besseres Finanzierungsangebot einzuholen, ist sehr kurzfristig gedacht. Die Kernfrage, die sich ein potenzieller Immobilienkäufer stellen muss, ist die folgende: WIE würde sich der Kauf der Immobilie X oder Y insgesamt für mich/uns auswirken? Das Aufsummieren von bereits bekannten Kosten-aspekten muss gegengerechnet werden zum Wohnwert und zum Werterhalt. An dieser Stelle lügt sich manch einer in die Tasche und erwirbt einen Neubau oder eine „Penthouse-ähnliche-Luxus-wohnung“ von der Stange, die bereits wenige Jahre nach dem Erstbezug an Wert verloren haben, weil sie als unmodern und "gebraucht" gelten und von den Kaufinteressenten, die stets den Neu- u. Erstbezug präferieren, missachtet bleiben. Der Wertverlust – und hier schließt sich der Kreis – kommt dadurch zustande, dass es kaum potenzielle Käufer für eine solche „Null-acht-fünfzehn“-Lösung mehr gibt und der bereits offensichtlich gewordene Renovierungs-bedarf weder vom Eigentümer noch vom Käufer gestemmt werden will.

 

Ist man mit einem "Altbau" auf der sicheren Seite?

 

Nein, das lässt sich derart pauschal nicht bestätigen. Die wenigsten Häuser, die älter als zehn Jahre sind, befinden sich noch in einem Zustand, in dem sie erstmals bezugsfertig waren. Das bedeutet nicht nur, dass erste Abnutzungen einzuschätzen sind, sondern auch, dass Materialien - durchaus auch Technik - nicht mehr State-of-the-Art sein können und sich manchmal sogar als Problem darstellen. Trotzdem muss das keine Beeinträchtigung sein, die einen Käufer Abstand nehmen lassen sollte. Mit oder ohne Hilfe durch einen sachkundigen Berater sollte er seine individuellen tatsächlichen Kaufkriterien "durcharbeiten" und dabei eben auch diese berücksichtigen, die ihm langfristiges Wohlfühlen garantieren: damit seine Immobilie die dritte Haut ist, die nicht kratzt!